Hintergrund
Februar 1917

Der uneingeschränkte U-Boot-Krieg

Seit Ausbruch des Ersten Weltkrieges befindet sich das Deutsche Reich im Würgegriff der britischen Seeblockade. Die Lage im dritten Kriegsjahr ist kritisch: Die für die Rüstungsproduktion dringend benötigten Rohstoffe gehen zur Neige. Die Einfuhr von Lebensmitteln wird immer schwieriger. Das deutsche Volk hungert. In dieser Situation trifft die Oberste Heeresleitung in Berlin (OHL) eine folgenreiche Entscheidung: Zum 1. Februar 1917 soll der völkerrechtswidrige uneingeschränkte U-Boot-Krieg wieder aufgenommen werden, um Großbritannien, das noch stärker als Deutschland von offenen Seeverbindungen abhängig ist, doch noch in die Knie zu zwingen.

© Deutsches Historisches Museum, Berlin
U-Boot beim Kanonenschuss auf einen feindlichen Dampfer

Berlin nimmt mit dieser Entscheidung den mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Kriegseintritt der bisher neutralen USA in Kauf. Bereits am 3. Februar bricht Washington seine diplomatischen Beziehungen zu Berlin ab. Zwei Monate später, am 6. April 1917, erklären die Vereinigten Staaten dem Deutschen Reich den Krieg. Die nahezu unerschöpflichen Reserven des Landes an Material und frische Truppenkontingente aus den Vereinigten Staaten werden den Krieg endgültig zugunsten der Entente entscheiden.




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