Die Schlacht von Verdun
Am 21. Februar 1916 beginnt der deutsche Angriff auf die zu diesem Zeitpunkt stärkste Festung Frankreichs: Verdun. Die 5. Armee unter Führung von Kronprinz Wilhelm von Preußen soll an dieser Stelle der Westfront einen Durchbruch erzwingen. Wider Erwarten können zunächst nur kleinere Geländegewinne erzielt werden.

|
© AdsD
Die Überreste von Fort Douaumont, 10 km nördlich von Verdun, wo weit über 100.000 Soldaten starben
|
Am 25. Februar 1916 fällt das Fort Douaumont in deutsche Hand. Daraufhin betraut die Regierung in Paris General Henri Philippe Pétain mit der Verteidigung von Verdun. Er drängt seine Soldaten zu zähem Widerstand und gewinnt dadurch Zeit, neue Reserven heranzuführen. Der Widerstand verstärkt sich. Es folgen über Wochen Angriffe und Gegenangriffe, die auf beiden Seiten zu großen Verlusten führen. Eine englisch-französische Entlastungsoffensive an der Somme beendet die deutschen Angriffe auf Verdun schließlich Mitte Juli 1916. Die Schlacht um Verdun, die den Krieg rasch beenden sollte, gilt mit rd. 600.000 Toten als die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkrieges. Für viele ist sie zum Inbegriff für die Sinnlosigkeit des Krieges geworden.