Ensslin, Gudrun

Gudrun Ensslin
* 15. August 1940
in Bartholomä
  18. Oktober 1977
in Stuttgart-Stammheim

Beruf
Deutsche Terroristin

 

Überblick
1960-64 Studium der Anglistik, Germanistik und Pädagogik in Tübingen
Ab 1964 Studium in Berlin, zunehmendes Engangement in APO, Verfassen linksorientierter Schriften, ruft bereits zu „Gewalt gegen gewaltbereiten Staat“ und Protest gegen Wohlstandsgesellschaft auf
1967 Bekanntschaft mit Andreas Baader
1967 Brandanschläge auf 2 Kaufhäuser in Frankfurt a.M., zusammen mit Baader
1968 Verhaftung und Verurteilung zu 3 Jahren Haft, vorläufige Entlassung nach einem Jahr, Flucht nach Frankreich mit Baader
14. Mai 1970 zusammen mit Ulrike Meinhoff und anderen späteren RAF-Mitgliedern Organisation der Flucht des inzwischen wieder inhaftierten Baaders (Baader-Meinhof-Gruppe)
Militärische Ausbildung in Palästinenserlager (PLO), Aufbau der RAF
Nach zahlreichen Anschlägen und Banküberfällen Festnahme am 7. Juni 1972
28. April 1977 Verurteilung zu lebenslanger Haft, Überführung in Haftanstalt Stuttgart-Stammheim
Deutscher Herbst 1977 Entführung Hanns-Martin Schleyers, um Ensslin und andere Terroristen freizupressen; Stürmung des entführten Flugzeugs „Landshut“
18. Oktober 1977 angeblicher Selbstmord Ensslins und anderer inhaftierter RAF-Mitglieder

Sonstiges
Umstritten, ob Ensslins Tod Selbstmord oder Mord/Totschlag war

Siehe auch
APO
Baader, Andreas
Baader-Meinhof-Gruppe
Deutscher Herbst
Meinhof, Ulrike
PLO
RAF
Raspe, Jan-Carl
Schleyer, Hanns-Martin