Hintergrund
Juni 1922

Ermordung Rathenaus

 
© WRG
Der 1946 von der Liberal-demokratischen Partei neu aufgestellte Gedenkstein am Ort der Ermordung Rathenaus in der Königsallee in Berlin-Grunewald

Am 24. Juni 1922 wird Reichsaußenminister Walther Rathenau von zwei Mitgliedern der rechtsradikalen „Organisation Consul“ erschossen, die bereits für den Mord an dem ehemaligen Finanzminister Matthias Erzberger verantwortlich war. Rathenau war in der radikalen Rechten wegen seines jüdischen Glaubens und seiner angeblichen „Erfüllungspolitik“ gegenüber den Alliierten verhasst. Am Tag darauf wendet sich Reichskanzler Joseph Wirth in seiner Trauerrede vor dem Reichstag entschieden gegen das Verbrechen, das er als einen erneuten Angriff auf die Weimarer Republik bewertet. Er betont: „Der Feind steht rechts!“ 




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