Erste Reichstagswahl
Bei der ersten Reichstagswahl am 6. Juni 1920 müssen die Parteien der „Weimarer Koalition“ aus SPD, Zentrum und Deutscher Demokratischer Partei (DDP) empfindliche Verluste hinnehmen. Erhebliche Stimmengewinne können die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), die Deutsche Volkspartei (DVP) und die unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) verbuchen. Reichskanzler Hermann Müller (SPD) tritt von seinem Amt zurück. Zentrum, DVP und DDP bilden ein Minderheitskabinett unter dem Zentrumspolitiker Konstantin Fehrenbach. Der Ausgang dieser Wahl wie auch folgender Wahlen begründet einen für die Weimarer Republik verhängnisvollen politischen Trend: Negative politische und wirtschaftliche Entwicklungen werden den bürgerlichen Parteien und zusätzlich den Sozialdemokraten angelastet; sie verlieren immer mehr Stimmen an die radikalen Linken und Rechten, die sich in einem Ziel einig sind – die Demokratie in Deutschland zu beseitigen.
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© AdsD
Plakat des Spartakusbundes zur Reichstagswahl 1920 |
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© AdsD
Plakat des Zentrums zur Reichstagswahl 1920 |