Essener Blutbad
Der zunächst „passive Widerstand“ gegen die alliierte Besetzung des Ruhrgebietes fordert die ersten Todesopfer: Am 31. März 1923 werden dreizehn unbewaffnete Arbeiter des Essener Krupp-Werks von französischen Soldaten erschossen („Essener Blutbad“). Sie hatten versucht, die Beschlagnahmung betriebseigener Autos zu verhindern.

|
© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Aufmarsch französischer Truppenverbände am Essener Hauptbahnhof |
Die Soldaten behaupten, in Notwehr gehandelt zu haben. Ein französischer Untersuchungsausschuss wird diese Einlassung am 30. April bestätigen und die Soldaten von jeglicher Schuld freisprechen. Die Empörung unter der deutschen Bevölkerung breitet sich aus.