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Aufgabe Die FDJ war die sozialistische Jugendorganisation der DDR und Kampfreserve der SED. Ihr politisch-ideologisches Ziel war die Einflußnahme auf sämtliche Lebensbereiche der Jugendlichen in der DDR, die Verbreitung des Marxismus-Leninismus und die Einübung sozialistischer Verhaltensweisen
Mitglieder
  | Mitglied der FDJ konnten Jugendliche ab der 8. Klasse (im Anschluss an die Pioniere) werden. Die Mitgliedschaft war freiwillig, aber bei Nicht-Mitgliedschaft musste mit Sanktionen gerechnet werden. Folglich waren rund 75 % aller DDR-Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren Mitglieder in der FDJ.
|   | Anzahl der Mitglieder: ca. 2,3 Mio (1989), 200 (2005) |
Struktur Die FDJ war organisiert in Gruppen, Grundorganisationen, Kreisleitungen und Bezirksleitungen. Sie wurde im Sinne des demokratischen Zentralismus geführt. An der Spitze stand der Zentralrat der FDJ in Berlin. Er bestand aus etwa 120 bis 130 Mitgliedern, die vom Parlament der FDJ gewählt wurden. Das eigentliche Exekutivorgan war ein vom Zentralrat gewähltes Sekretariat, das aus 13 Sekretären bestand und vom Ersten Sekretär geleitet wurde. Vorsitzende bzw. Erste Sekretäre (bis 1990) waren: * Frank Türkowsky [1989/90] * Eberhard Aurich [1983–1989] * Egon Krenz [1974–1983] * Günther Jahn [1967–1974] * Horst Schumann [1959–1967] * Karl Namokel [1955–1959] * Erich Honecker [1946–1955]
Tätigkeiten
  | März 1946 Gründung der FDJ in der SBZ; der Name und das Emblem (aufgehende Sonne) werden von während des Zweiten Weltkrieges existierenden Exilgruppen übernommen
|   | 1948 Aufnahme in den Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ)
|   | 1949 Aufnahme in den Internationalen Studentenbund (ISB)
|   | Juli 1950 1. Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin
|   | Juni 1951 Verbot der FDJ in der Bundesrepublik
|   | Sommer 1951 III. Weltjugendfestspiele in Ost-Berlin
|   | Juni 1954 2. Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin
|   | 1963-1965 Liberalisierung der Jugendpolitik
|   | Mai 1964 3. Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin
|   | 1970 1. Festival des politischen Liedes und 1. Poetenseminar der FDJ; beide Veranstaltungen werden bis 1989 alljährlich durchgeführt
|   | 1972/73 neuerliche Liberalisierung der Jugendpolitik
|   | Oktober 1989 FDJ-Fackelzug in Ost-Berlin zum 40. Jahrestag der DDR
|   | 24. November 1989 Rücktritt des alten und Wahl eines neuen Sekretariats
|   | 1990 infolge der Wiedervereinigung rapides Absinken der Mitgliederzahlen; Gründung von neuen Basisgruppen in Westdeutschland |
Siehe auch
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