Fernost-Konferenz in Genf
Am 26. April 1954 wird in Genf eine Vier-Mächte-Konferenz eröffnet. Die Außenminister der USA, der Sowjetunion, Großbritanniens und Frankreichs wollen über die politische Zukunft Indochinas sowie Koreas beraten. Paris musste angesichts der sich abzeichnenden Niederlage im Vietnamkrieg seinen Plan von der Wiedererrichtung einer Kolonie in Indochina begraben. Auf der koreanischen Halbinsel herrscht nach dem dreijährigen Koreakrieg lediglich ein Waffenstillstand.
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Blick in den Saal der Genfer Konferenz über Korea und Indochina |
Nach zweimonatigen Verhandlungen beschließen die Konferenzteilnehmer am 21. Juli die vorläufige Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die von der Viet Minh („Liga für die Unabhängigkeit Vietnams“) kontrollierte „Demokratische Republik Vietnam“ im Norden und die von Frankreich unterstützte „Republik Vietnam“ im Süden. Nach zwei Jahren sollen Wahlen durchgeführt und das Land wiedervereint werden. Die ebenfalls zu Indochina gehörenden Königreiche Laos und Kambodscha werden zu unabhängigen Staaten erklärt. In der Koreafrage hingegen gelangen die Vier Mächte zu keiner Einigung.