Gründung der Freien Universität Berlin
Seit der Besetzung und Teilung Berlins hat die Friedrich-Wilhelms-Universität ihren Sitz im sowjetisch besetzten Sektor von Berlin. Bald nach Kriegsende wird der Lehrbetrieb wieder aufgenommen. Den Kommunisten gelingt es, ihre beherrschende Stellung an der Hochschule auszubauen und zu festigen. Die Vorlesungen und Seminare gleichen immer mehr ideologischen Schulungen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).
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Quelle: HSA FUB
Etwa 2.000 protestierende Studenten versammeln sich im April 1948 vor dem Hotel Esplanade am Potsdamer Platz, unweit der Grenze zum sowjetischen Sektor |
Nach der Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit kam es aber schon bald zu ersten Auseinandersetzungen zwischen den Studenten und der neuen Regierung. Der Protest der Studenten bleibt jedoch ohne Wirkung. Bald wird der Ruf nach Gründung einer „freien“ Universität laut. Nachdem die Leitung der Friedrich-Wilhelms-Universität einige Studenten aus „politischen Gründen“ zwangsexmatrikuliert, geht dieser Wunsch in Erfüllung: Am 22. September 1948 wird in West-Berlin die „Freie Universität“ gegründet. Tausende Studenten verlassen die Friedrich-Wilhelms-Universität, um im freien Teil der Stadt ihr Studium fortzusetzen.