Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
April 1946

Gründung der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone haben sich unabhängig voneinander die SPD und die KPD wiedergegründet. In den letzten Monaten hat der Druck der Sowjets auf die Sozialdemokraten zugenommen, sich mit den Kommunisten zu einer „Einheitspartei“ zusammenzuschließen.

Quelle: vulture-bookz.de
Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und Walter Ulbricht  auf  dem Parteitag, der die Zwangsvereinigung besiegelt

Schließlich gibt Otto Grotewohl, der Sprecher der Ost-SPD, diesem Druck nach und reicht dem Kommunistenführer Wilhelm Pieck die Hand: Am 21. und 22. April 1946 findet im Ost-Berliner Admiralspalast – gegen den Widerstand vieler Sozialdemokraten – die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands statt. Seit Ende 1945 wurden bereits Tausende von Sozialdemokraten in der SBZ von den kommunistischen Machthabern gemaßregelt, zeitweilig inhaftiert und einige sogar umgebracht.



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