Gründung des Bundes der vertriebenen Deutschen
|
© BdV
Kundgebung vor dem Stuttgarter Schloss anlässlich der Verkündung der Charta der Heimatvertriebenen am 5. August 1950 |
Die Integration der in Folge des Zweiten Weltkrieges aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches vertriebenen Deutschen stellt eine der größten Herausforderungen für die junge Bundesrepublik Deutschland dar. Die „Heimatvertriebenen“ üben einen starken Einfluss auf die westdeutsche Innenpolitik aus.
Am 18. November 1951 wird der zehn Millionen Mitglieder starke „Bund der vertriebenen Deutschen“ (BvD) gegründet. Der Bund bekennt sich zu der bereits am 5. August 1950 unterzeichneten „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“. Darin heißt es: „Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluss ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im Besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschheit gebracht hat. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.“ Zum ersten BVD-Vorsitzenden wird Linus Kather gewählt.