Mahler, Horst

Horst Mahler
-->
* 23. Januar 1936
in Haynau/Schlesien

Beruf
Deutscher Jurist

 

Überblick
Jurastudium an der Freien Universität Berlin
Verteigt u.a. Baader und Ensslin, aber auch F. Teufel und P. Brandt
1960 wegen Mitgliedschaft beim SDS aus der SPD ausgeschlossen
Teilnahem an Demonstrationen der Studentenbewegung, z.B. gegen Axel Springer, und in Folge des Attentats auf Dutschke
Ab 1970 Mitglied der RAF, es folgt eine Verhaftung. Sein Verteidiger bei Gericht ist Otto Schily
1974 Ausschluss aus RAF wegen Mitgliedschaft bei KPD, sowie aus der Anwaltschaft
November 1974 Verurteilung zu 14 Jahren Haft. Während der Haftzeit Distanzierung von Vergangenheit
1980 Vorzeitige Entlassung (Anwalt: Gerhard Schröder)
1988 Mahler wird wieder als Anwalt zugelassen (Anwalt: Gerhard Schröder)
In den 1990ern wechselt Mahler mehr und mehr zum rechten politischen Lager
2000 Beitritt zur NPD, übernimmt Verteidigung von NPD im NPD-Verbotsverfahren
Seit 2000 fällt er nicht nur durch ausländerfeindliche, sondern auch antisemitische Äußerungen auf, und stellt immer wieder die Rechtmäßigkeit des Grundgesetzes in Frage, das laut Mahler „nur ein Provisorium für die Übergangszeit bis zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches“ sei
2003 Austritt aus NPD
2004 Während Gerichtsverhandlung gegen Mahler (Anklage: Volksverhetzung) Todesdrohungen gegen Richter, Anwälte und Abgeordnete sowie antisemitische Äußerungen
2004 Reise– und Berufsverbot

Siehe auch
Baader, Andreas
Ensslin, Gudrun
KPD
NPD
RAF
Schily, Otto
SDS