Meinhof, Ulrike

Ulrike Marie Meinhof
* 7. Oktober 1934
in Oldenburg
  9. Mai 1976
in Stuttgart-Stammheim

Beruf
Deutsche Journalistin und Terroristin

 

Überblick
Nach frühem Tod der Eltern wächst Meinhof bei Prof. Renate Riemeck auf, die sie mit sozialistischen und pazifistischen Ideen vertraut macht
1955/56 Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik in Marburg und Münster
1958 Beitritt zum Sozialitischen Deutschen Studentenbund (SDS)
Ab 1959 Arbeit für linke Zeitschrift „Konkret“, später auch deren Chefredakteurin, in dessen Rahmen sie immer radikaler werdende Artikel über soziale und politische Missstände verfasst
Ab 1968 als freie Journalistin und Lehrbeauftrage der Freien Universität in Berlin
1970 Kontakt zu Baader und Ensslin im Rahmen eines Interviews zur Kaufhausbrandstiftung
14. Mai 1970 zusammen mit Gudrun Ensslin und anderen späteren RAF-Mitgliedern Organisation der Flucht des inhaftierten Baader (Baader-Meinhof-Gruppe)
Ideologischer Kopf der RAF
15. Juni 1972 Festnahme und Inhaftierung in JVA Köln-Ossendorf
29. November 1974 Verurteilung zu acht Jahren Haft in Stuttgart-Stammheim
9. Mai 1976 Meinhof wird erhängt in ihrer Zelle aufgefunden

Sonstiges
Umstritten, ob Meinhofs Tod Selbstmord oder Mord/Totschlag

Siehe auch
Baader, Andreas
Baader-Meinhof-Gruppe
Ensslin, Gudrun
Konkret
RAF
SDS