NATO

North Atlantic Treaty Organization (Nordatlantikpakt)
Gründung
4. April 1949

Sitz
Zunächst bei Paris, seit 1967 in Brüssel
 

Aufgabe
Wichtigstes Ziel der NATO ist über 40 Jahre die Abwehr der Expansionsabsichten des Kommunismus, insbesondere der Verteidigung gegenüber der Sowjetunion und dem Warschauer Pakt (bis zu deren Auflösung 1991). Wichtigstes Ziel seither ist der Einsatz für Frieden und Freiheit und deren Verteidigung, z. B. im Auftrag der Vereinten Nationen oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Mitglieder
Anzahl Mitglieder: 26 (2006)
Belgien, Bulgarien, Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA

Struktur
Militärisches Defensivbündnis europäischer und nordamerikanischer Staaten ohne automatische militärische Beistandspflicht der Mitglieder
Prinzip der sog. kollektiven Selbstverteidigung verpflichtet Mitglieder zu gegenseitigem militärischem Beistand
Entscheidungen fallen nach Konsensprinzip
Oberstes Organ: Nordatlantikrat, tagt wöchentlich auf Ebene der Ständigen Vertreter, halbjährlich auf Ebene der Außenminister sowie alle drei Jahre auf Ebene der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer.
Exekutivorgan: Generalsekretär, wird von den Regierungen ernannt; führt den Vorsitz im Nordatlantikrat; ist für Entscheidungsfindungsprozesse im Bündnis verantwortlich

Tätigkeiten
1949 als Defensivbündnis gegen die sowjetische Expansion gegründet. Gründungsmitglieder: Belgien, Dänemark, Frankreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, die Vereinigten Staaten von Amerika sowie Großbritannien und Nordirland
1955 Beitritt der Bundesrepublik Deutschland. Als Reaktion Gründung des Warschauer Paktes
1966 Austritt Frankreichs aus der militärischen Struktur der NATO
1990 Ausdehnung des NATO-Vertrages auf das gesamte Deutschland
1992 Vereinbarung zur Bereitschaft zu sog. „Out-of-area“-Einsätzen
1997 formelle Beendigung der Gegnerschaft zu Russland
1999 und 2004 NATO-Osterweiterung; Beitritt fast aller ehemaligen osteuropäischen Mitglieder des Warschauer Paktes (außer Weißrussland und Ukraine)
1999 NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien während des Kosovo-Krieges
Bisherige Generalsekretäre:
Jaap de Hoop Scheffer [2004-]
Lord Robertson [1999-2003]
Javier Solana [1995-1999]
Willy Claes [1994/95]
Manfred Wörner [1988-1994]
Lord Carrington [1984-1988]
Joseph Luns [1971-1984]
Manlio Brosio [1964-1971]
Dirk U. Stikker [1961-1964]
Paul Henri Spaak [1957-1961]
Lord Ismay [1952-1957]

Siehe auch
KSZE
Ständige Vertretungen
UdSSR
Warschauer Pakt