Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Juli 1933

Reichstagswahlen 1933

In Lübeck geht die NSDAP bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 als stärkste Partei hervor.
Als am 30. Januar 1933 die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die Macht gelangen, ruft Willy Brandt die Jungarbeiter der Stadt in Flugschriften zum "antifaschistischen Kampf" durch "Sammlung der linken Kräfte" auf. Die Flugschriften wirft er nachts in Hausbriefkästen ein.     
Er nimmt dabei große Gefahr in Kauf. Die Polizei versucht jedoch erfolglos, den Verfasser der Lübecker Flugschriften zu ermitteln.

Die Verfolgung von Parteigegnern und Andersdenkenden durch die Nationalsozialisten nimmt rasch zu. Nach Absprache mit seinen engsten Parteifreunden nimmt der neunzehnjährige Herbert Ernst Karl Frahm als eine der Grundvoraussetzungen für eine konspirative Arbeit den Decknamen Willy Brandt an.
TRA 10 Der Kutter des Fischers Paul Stooß, mit dessen Hilfe Willy Brandt nach Dänemark flüchtet.

Unter diesem Decknamen reist der junge Politiker und Widerstandskämpfer im März 1933 als Delegierter zum illegalen Parteitag der SAP nach Dresden. Die Partei organisiert in Deutschland ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten und beschließt, Stützpunkte ("Zellen") für ihre Untergrundarbeit in Berlin, Paris und Oslo aufzubauen.

Willy Brandt erhält den Auftrag, die illegale Ausreise von Paul Frölich zu organisieren, der den SAP-Stützpunkt in Oslo aufbauen soll. Frölich wird an der Grenze verhaftet 
       
Nunmehr wird Willy Brandt mit der Aufgabe betraut.
Im April 1933 - im Alter von 19 Jahren - verläßt er seine Familie und Deutschland. 
 



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