Rosenfeld, Kurt

Kurt Rosenfeld
* 1. Februar 1877
in Marienwerder
  25. September 1943
in New York

Beruf
Deutscher Jurist und Politiker (SPD, USPD)

 

Überblick
1896-1899 Studium der Rechtswissenschaft und der Nationalökonomie; Promotion zum Dr. jur.
Eintritt in die SPD
seit 1905 Tätigkeit als Rechtsanwalt; vertrat in politischen Prozessen u. a. Rosa Luxemburg, Kurt Eisner, Georg Ledebour
1910-1920 sozialdemokratischer Stadtverordneter in Berlin
1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1917 Mitbegründer der USPD
1918/1919 preußischer Justizminister
1919 Mitglied der preussischen Verfassungsgebenden Landesversammlung
1920-1932 Mitglied des Reichstags
1922 Gegner des Zusammenschlusses der USPD mit der SPD; trotzdem Wiedereintritt in die SPD; Vertreter des linken SPD-Flügels
1927-1933 Mitherausgeber des „Klassenkampfs“, der theoretischen Zeitschrift der marxistischen Linken in der SPD
1931 Anwalt von Carl von Ossietzky im Weltbühne-Prozess
September 1931 Ausschluss aus der SPD-Reichstagsfraktion wegen des Bruches der Fraktionsdisziplin bei einer Abstimmung im Reichstag
Oktober 1931 Mitbegründer der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD)
1931-1933 Co-Vorsitzender der SAPD zusammen mit Max Seydewitz
Frühjahr 1933 Austritt aus der SAPD; Aufforderung der Mitglieder, sich der KPD anzuschliessen
27. Februar 1933 nach dem Reichstagsbrand untergetaucht; Flucht aus Berlin und Emigration nach Frankreich
März 1934 Ausbürgerung
Juni 1934 Emigration in die USA; Herausgabe der Exilzeitschrift „The German-American“; Präsident der „German American Emergency Conference“; Tätigkeit als Anwalt
1939 Erhalt der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft

Siehe auch
KPD
Ledebour, Georg
Luxemburg, Rosa
SAP
USPD