Schütz, Wilhelm Wolfgang

Wilhelm Wolfgang Schütz
* 14. Oktober 1911
in Bamberg
  14. April 2006
in Köln

Beruf
Deutscher Publizist und Politiker

 

Überblick
Studium der Staatswissenschaft, Neueren Geschichte, Deutschen Literatur und Kunstgeschichte
1934 Promotion
1935 Emigration nach England; Tätigkeit als Journalist und Korrespondent verschiedener Zeitungen
1941-1951 Londoner Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung“
1951-1954 außenpolitischer Berater des Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen Jakob Kaiser
1967 Veröffentlichtung seiner Denkschrift „Was ist Deutschland?“; öffentliche Debatte über seine darin formulierten Thesen, wonach die Bundesrepublik und die DDR zwei Staaten, aber eine Nation seien, und wonach auf Grundlage der Anerkennung dieser Realitäten beide deutsche Staaten gleichberechtigte Beziehungen zueinander aufnehmen sollten. Prägung des Begriffes Politik der kleinen Schritte" als Leitgedanken der Ostpolitik.
1967-1972 Vorsitzender des Kuratoriums Unteilbares Deutschland
Seit 1972 Mitglied der SPD aufgrund seiner Befürwortung der Neuen Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt und aus Ablehnung des Misstrauensvotums gegen diesen.
1970er Übersiedlung in die Schweiz; publizistische Tätigkeit

Siehe auch
Konstruktives Misstrauensvotum
Kuratorium Unteilbares Deutschland
Neue Ostpolitik
Politik der kleinen Schritte