Springer, Axel

Axel Cäsar Springer
* 2. Mai 1912
in Hamburg-Altona
  22. September 1985
in West-Berlin

Beruf
Deutscher Verleger

 

Überblick
1947 Gründung der „Axel Springer GmbH“
1948 Lizenz für die Herausgabe einer eigenen Tageszeitung
1952 erste Ausgabe des nach britischem Vorbild konzipierten Boulevard-Blattes „Bild“-Zeitung, das seitdem täglich erscheint
1953 Kauf der Zeitungen „Die Welt“, „Welt am Sonntag“ u. a.
1956 Herausgabe der ersten „Bild am Sonntag“
1958 Moskau-Reise, um dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow seinen Plan von der Wiedervereinigung Deutschlands vorzulegen
1959 Erwerb der Mehrheit am Ullstein-Verlag mit den Tageszeitungen „B.Z.“ und „Berliner Morgenpost“
1965 Erwerb der Jugend-Zeitschrift „Bravo“ und der Sportillustrierten „Kicker“
1967/68 Kampf der Studentenbewegung gegen Springer und seinen Verlag unter der Parole „Enteignet Springer“; nach dem Attentat auf Studentenführer Rudi Dutschke nehmen die Proteste gegen den Springer-Verlag weiter zu, dem eine Mitschuld unterstellt wird
1967 Veröffentlichung von vier Grundsätze, die fortan für alle Redakteure des Springer-Hauses verbindlich sein sollen: Eintreten für die Wiedervereinigung Deutschlands, Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden, Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus, Verteidigung der Sozialen Marktwirtschaft
1980 Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Künstlern und Schriftstellern zu einem Boykott gegen die „Bild“-Zeitung

Sonstiges
Verleihung der Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität von Jerusalem (1976), Auszeichnung mit der Leo-Baeck-Medaille (1978)

Siehe auch
Berlin-Ultimatum
Chruschtschow, Nikita
Dutschke, Rudi
Neue Ostpolitik