Steiner-Wienand-Affäre

 
 
 

Hintergrund: Verlust der Mehrheit der sozialliberalen Koalition im Bundestag nach dem Parteiaustritt einiger FDP-Abgeordneten
Folge: 27. April 1972 = Konstruktives Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt auf Antrag der CDU/CSU-Frakion mit Kanzlerkandidat Rainer Barzel – Überraschendes Scheitern des Misstrauensvotum aufgrund von zwei (zunächst unbekannter) Abweichlern in der CDU/CSU
Die Affäre: Juni 1973 = Erklärung des CDU Abgeordneten Julius Steiners einer der beiden Abweichler gewesen zu sein und für seine Stimmenthaltung 50.000 DM vom Geschäftsführer der SPD Bundestagsfraktion Karl Wienand bekommen zu haben
Heutiger Forschungsstand: Steiner erhielt das Geld direkt von der Stasi, da die DDR-Führung an einem Verbleiben Brandts im Bundeskanzleramt und an einer Ratifizierung der Ostverträge interessiert war
Zweiter Abweichler war vermutlich Leo Wagner (CSU)

Siehe auch
Barzel, Rainer
Konstruktives Misstrauensvotum
Sozialliberale Koalition
Stasi
Steiner, Julius
Wagner, Leo
Wienand, Karl