Sternberg, Fritz

Friedrich Sternberg
* 11. Juni 1895
in Breslau
  18. Oktober 1963
in München

Beruf
Deutscher Politiker

 

Überblick
1913-1916 Studium der Nationalökonomie
1916/17 Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Soldat
1917-1922 Mitglied der zionistisch-sozialistischen Partei Poale Zion
1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Breslau
1919-1923 Lehrauftrag an der Universität Frankfurt
1921 Teilnahme am zionistischen Kongress in Karlsbad; zunehmende Distanzierung vom Zionismus
Ab 1923 Studien zur Analyse des Imperialismus; Aufbau eines marxistischen Diskussionskreises in Breslau
1929/30 Besuche in der Sowjetunion; Kritik am Stalinismus
1930-1933 Autor der Zeitschrift „Die Weltbühne“
Ab 1931 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD); Vertreter des linken Parteiflügels; Auftritte als Redner auf Kundgebungen, Organisierung interner Schulungen und Kurse
1932 erfolglose Kandidatur bei den Preussischen Landtagswahlen auf dem ersten Listenplatz der SAPD im Wahlkreis Berlin
März 1933 Flucht aus Deutschland
1933-1936 Exil in der Schweiz (Basel); Unterstützung der illegalen Arbeit der SAPD im süddeutschen Raum
1933 Treffen mit Leo Trotzki
1936 Ausweisung aus der Schweiz; Übersiedlung nach Paris; Mitarbeit im Exilvorstand der SAPD und publizistische Tätigkeit (u. a. für die SAPD-Zeitungen „Die Marxistische Tribüne“ und „Die Neue Front - Organ für proletarisch-revolutionäre Sammlung“)
1939-1954 Exil in den USA; Tätigkeit als freier Journalist
1944 Mitunterzeichner des Programms „Council for a Democratic Germany“
1948 Erhalt der US-Staatsbürgerschaft
1950 erste Europa-Reise nach Ende des Krieges
1954-1963 Referent bei Gewerkschaften, bei Arbeitsgemeinschaften des linken SPD-Flügels und bei der SPÖ

Sonstiges
„Der Imperialismus“ (1926)

Siehe auch
SAP
SPÖ
Stalinismus
Trotzki, Leo D.
UdSSR