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September 1971 |
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 Treffen mit Breschnew auf der KrimAm 17. September 1971 trifft Willy Brandt den sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew in dessen Ferienhaus auf der Krim am Schwarzen Meer. Während des dreitägigen Aufenthalts sprechen Brandt und Breschnew über Abrüstung, europäische Sicherheit und das Verhältnis zwischen Bonn und Ost-Berlin. Die Gespräche dauern insgesamt mehr als 16 Stunden. Der Meinungsaustausch dient nach Brandts Worten einem „vertrauenbildenden Verständlichmachen“ der jeweiligen Positionen. Der Kanzler hat bereits den nächsten Schritt auf dem Weg hin zu einer europäischen Friedensordnung im Blick: Nachdem der Moskauer Vertrag den Durchbruch der Ostpolitik bedeutete, die mit dem Warschauer Vertrag bestätigt wurde, soll jetzt die militärische Entspannung in Europa verhandelt werden. Brandts Versuch, über Truppenreduzierungen zu sprechen, weicht Breschnew aus. Beeindruckend, so schildert es Brandts Begleiter Egon Bahr, ist die persönliche Annäherung zwischen dem „obersten Kommunisten“ und dem „obersten deutschen Sozialdemokraten“: „Der Abbau von Feindbildern, gegenseitig, war mit Händen zu greifen.“ Brandt und Breschnew pflegen von diesem Zeitpunkt an – auch über die Zeit der Kanzlerschaft des Sozialdemokraten hinaus – einen regen Briefwechsel.
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Quelle: Bundesbildstelle Gespräche in kleiner Runde: Willy Brandt, Egon Bahr und Leonid Breschnew auf der Krim |
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