Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
September 1939

Überfall auf Polen

Daß die Herrschaft Adolf Hitlers in Deutschland früher oder später Krieg bedeutet, gehört zu Brandts politischen Grunderkenntnissen. In Artikeln in der norwegischen Presse weist er immer wieder auf die deutsche Aufrüstung und die drohende Kriegsgefahr hin. Zugleich versucht Brandt, in der skandinavischen Öffentlichkeit deutlich zu machen: Hitler sei nicht Deutschland; man müsse zwischen dem deutschen Volk, das Frieden wünsche, und den aggressiven nationalsozialistischen Machthabern unterscheiden.

Willy Brandt hofft noch in der zweiten Hälfte der 30er Jahre, das deutsche Volk werde Kontakt mit den "Friedenskräften Europas" suchen. Er geht davon aus, daß die "deutschen Arbeiter und Bauern" einen eventuellen "Nazi-Krieg" in einen "Freiheitskrieg" gegen den Nationalsozialismus umwandeln würden. Doch angesichts der aggressiven Außenpolitik Hitlers - und ihrer Erfolge, die dieser infolge der Nachgiebigkeit der Westmächte erzielt - wird Brandt zunehmend pessimistisch.

Am 1. September 1939 überfallen deutsche Truppen Polen. Fortan gibt es für Willy Brandt nur noch ein Ziel: "Es kommt darauf an, daß Hitler in diesem Krieg geschlagen wird. Die Niederlage des Hitlerregimes bildet das nächste Kettenglied einer freiheitlichen und sozialistischen Entwicklung in Europa."




Suche

Lesen Sie auch:
 Abkommen von Stresa
 Der Krieg in Ostpreußen
 Das 14-Punkte-Programm von US-Präsident Wilson

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung