Völkerbund

Völkerbund
Gründung
1. Januar 1920

Auflösung
18. April 1946

Nachfolger
Vereinte Nationen (UNO) Sitz
Genf
 

Aufgabe
Internationale Organisation zur Überwachung der Einhaltung von Friedensverträgen, Vermittlung in Konfliktfällen und zur Förderung der internationalen Kooperation

Mitglieder
Gründungsmitglieder: Australien, Belgien, Bolivien, Brasilien, Republik China, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Guatemala, Honduras, Indien, Italien, Japan, Jugoslawien, Kanada, Kuba, Liberia, Neuseeland, Nicaragua, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Südafrika, Siam, Tschechoslowakei, Uruguay
‚neutrale‘ Mitglieder: Albanien, Argentinien, Chile, Dänemark, Iran, Kolumbien, Niederlande, Norwegen, Paraguay, Schweden, Spanien, Venezuela
Spätere Mitglieder: Abessinien, Afghanistan, Ägypten, Bulgarien, Costa Rica, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Estland, Finnland, Irak, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Österreich, Schweiz, Sowjetunion, Ungarn, Türkei

Struktur
Satzung ist Teil der Pariser Vorortverträge und des Versailler Vertrags
Organe: Generalversammlung (tagt einmal jährlich); Völkerbundrat (bestehend aus vier, später sechs ständige und neun nichtsständige Mitglieder, die im Dreijahresrhythmus gewählt werden)
Jedes Mitglied besitzt eine Stimme
Entscheidungen nach Einstimmigkeitsprinzip
Generalsekretäre:
Séan Lester [1940-46]
Joseph Avenol [1933-1940]
Sir James Eric Drummond [1919-1933]

Tätigkeiten
Beteiligung an der Durchführung der Bestimmungen der Friedensverträge von Versailles (u. a. durch Verwaltung des Saargebietes, Aufsicht über die Freie Stadt Danzig, Grenzziehung in Oberschlesien);
Ab 1930 Minderung des internationalen Ansehens wegen fehlenden Sanktionsmöglichkeiten gegenüber der Expansionspolitik Deutschlands, Japans und Italiens
1933 Austritt Deutschlands und Japan, 1937 Italiens
1940 Ausschluss der UdSSR aufgrund des Überfalls auf Finnland

Siehe auch
UdSSR
UNO
Versailler Vertrag