Wiederbewaffnung

 
 
 

Bezeichnung für die erneute Aufstellung militärischer Streitkräfte in der BRD und in der DDR nach 1945. Angesichts des Kalten Krieges kehrten die Besatzungsmächte in West- und Ostdeutschland rasch von den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens ab.
In der DDR wurde ab 1952 die Kasernierte Volkspolizei (KVP) aufgebaut, im Januar 1956 die Nationale Volksarmee (NVA) gegründet. Unter dem Eindruck des Korea-Kriegs und trotz der massiver Proteste Teile der Bevölkerung wurde auch in West-Deutschland auf Druck der USA die Wiederbewaffnung vorangetrieben, was zum Beitritt der BRD zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (1952) und zur NATO (1956) sowie schließlich zur Gründung der Bundeswehr (1956) führte.

Siehe auch
DDR
EVG
Kalter Krieg
Korea-Krieg
KVP
NATO
NVA
Potsdamer Abkommen