von Ossietzky, Carl

Carl von Ossietzky
* 3. Oktober 1889
in Hamburg
  4. Mai 1938
in Berlin

Beruf
Deutscher Publizist, Schriftsteller, Pazifist

(© AdsD)
 

Überblick
Ab 1908 Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft
1914 Verurteilung zu einer Geldstrafe wegen „Beleidigung der Militärgerichtsbarkeit“
1916-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1919 Mitglied des Hamburger Arbeiter- und Soldatenrates
1922-1924 Redakteur der „Berliner Volks-Zeitung“
1920er Engagement in der „Nie-wieder-Krieg“-Bewegung
Ab 1927 Herausgeber der „Weltbühne“; in seinen Leitartikeln attackiert er Monarchie, Militarismus und Bürokratie und kämpft für Demokratie und Republik
1931 Forderung nach einer Einheitsfront der Arbeiterbewegung gegen den Nationalsozialismus
1931/32 so genannter Weltbühne-Prozess wegen „Landesverrats“ und „Verrats militärischer Geheimnisse“; Verurteilung zu einer Haftstrafe von 18 Monaten; Gefängnis
28. Februar 1933 in der Nacht des Reichstagsbrandes Verhaftung und Folterung durch die Gestapo
März 1933 Verbot der „Weltbühne“
1933-1936 Haft in den Konzentrationslagern Sonnenburg und Papenburg; schwere Mißhandlungen; Erkrankung an Tuberkulose
1936 nach internationalen Forderungen Entlassung aus dem Konzentrationslager
23. November 1936 Verleihung des Friedensnobelpreises rückwirkend für das Jahr 1935; die Preisverleihung in Oslo findet ohne Ossietzky statt, dem die Nationalsozialisten die Entgegennahme des Preises nicht erlaubten
1936-1938 Krankenhausaufenthalte unter Polizeiaufsicht

Sonstiges
Friedensnobelpreisträger 1935
Seit 1963 verleiht die Internationale Liga für Menschenrechte die Carl-von-Ossietzky-Medaille.

Siehe auch
Friedensnobelpreis
Gestapo