02.10.2014

23./24. Oktober: Tagung "Erinnern an Demokratie in Deutschland" in Leipzig

Eine gemeinsame wissenschafltliche Konferenz der Politikergedenkstiftungen des Bundes

Die Tagung „Erinnern an Demokratie in Deutschland“ untersucht die unterschiedlichen Formen, Darstellungsweisen und Narrative, in denen die Geschichte der Demokratie in Deutschland in Erinnerungsstätten und Museen öffentlich präsentiert und vermittelt wird. Welche Rolle spielen dabei markante Wendepunkte, historische Orte, geschichtsmächtige Bewegungen, Verfassungen und Institutionen sowie herausragende Persönlichkeiten für die Konstruktion der Demokratie-Erzählung? Lässt sich ein Kanon von demokratischen „Erinnerungsorten“ ausmachen? Woran wird erinnert – und woran nicht? In welchem narrativen Modus wird die Geschichte der Demokratie in Deutschland erzählt – etwa als Geschichte des Scheiterns und Wiederaufstiegs, der Läuterung und des Lernens, der Überwindung von Diktatur oder der Bewältigung von Krisen? Inwieweit ist die Demokratiegeschichte gar zum Moment eines nationalen Meisternarrativs geworden? Wie verhält sich diese Demokratiegeschichte zur Katastrophenerzählung? Besondere Akzente legt die Tagung auf die gegenseitige Verschränkung von Diktatur- und Demokratiegeschichte in Deutschland, auf die Praxis personenzentrierter Zugänge zur Demokratiegeschichte (Biographien, Zeitzeugen) sowie auf die spezifisch musealen Formen und Bedingungen der Präsentation.

Die Tagung richtet sich vorwiegend an WissenschaftlerInnen sowie MitarbeiterInnen von Institutionen, die auf dem Gebiet der Erforschung, Aufarbeitung und Präsentation demokratischer Perioden, Bewegungen und Persönlichkeiten tätig sind.
Das ausführliche Programm finden Sie auf H-Soz-u-Kult.

Begleitend zur Tagung wird Prof. Dr. Richard Schröder am Donnerstag, den 23. Oktober, einen öffentlichen Abendvortrag halten: "Woran sollten Demokraten erinnern?"

Um Anmeldung bis zum 18. Oktober 2014 per E-Mail wird gebeten; bitte geben Sie dabei an, ob Sie an dem öffentlichen Abendvortrag teilnehmen wollen.
Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.