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10.11.2015

Erklärung zum Tod von Helmut Schmidt

Die Stiftung trauert um den politischen Wegbegleiter Willy Brandts.

Mit großer Trauer haben Kuratorium und Vorstand der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung die Nachricht aufgenommen, dass Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren in Hamburg verstorben ist.

Helmut Schmidt, dessen öffentliche Stimme und Rat bis zuletzt größtes Gewicht hatten, war einer der letzten noch lebenden großen europäischen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte der Bundesrepublik im Kontext ihrer westlichen Nachbarn und Verbündeten hat er über Jahre maßgeblich geprägt. Die Sicherung der Demokratie und Freiheit, aber auch des wirtschaftlichen Wachstums und der Sozialsysteme waren stets seine höchsten Anliegen.

Mit seinem Vorgänger im Amt des Bundeskanzlers verband Helmut Schmidt eine mehr als drei Jahrzehnte überdauernde politische Freundschaft, die ihre Höhen und Tiefen hatte, aber stets von großem gegenseitigen Respekt geprägt war. Stärkste politische Gestaltungskraft entfalteten beide Politiker für die Sozialdemokratie und für unser Land, wenn sie von ihnen gemeinsam als richtig erachtete sozialdemokratische Strategien verfolgten und ihre politischen Zielsetzungen und Interessen übereinstimmten.

Die Arbeit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung hat Helmut Schmidt von Beginn an unterstützt. Die Historiker unserer Stiftung waren die ersten, die das Helmut Schmidt-Archiv vollständig einsehen durften. Erst vor wenigen Wochen ist in der Reihe „Willy-Brandt-Dokumente“ (Band 3) der vollständige Briefwechsel zwischen Willy Brandt und Helmut Schmidt, herausgegeben von Dr. Meik Woyke, erschienen – ein Projekt, das der verstorbene Altbundeskanzler bis zum Schluss begleitet und beraten hat.

Sein Wunsch, an der Präsentation des Bandes durch Bürgermeister Olaf Scholz am 2. Dezember in Hamburg teilzunehmen, sofern es der Gesundheitszustand irgendwie erlaubt, wurde Helmut Schmidt nicht mehr erfüllt.

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung wird Helmut Schmidt stets in dankbarer Erinnerung behalten.

Nahaufnahme von Helmut Schmidt

Helmut Schmidt während einer Zeitzeugenveranstaltung im Willy-Brandt-Haus Lübeck im Oktober 2008, Foto: Tim Jelonnek