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31.05.2017

Publikation: "Erinnern an Demokratie"

Demokratiegeschichte in Museen und Erinnerungsstätten der Bundesrepublik war Thema einer gemeinsamen Konferenz der Politikergedenkstiftungen im Oktober 2014.

Während die Erinnerung an die NS- und die SED-Diktatur in deutschen Gedenkstätten und Museen einen großen Stellenwert einnimmt, beschäftigten sich nur verhältnismäßig wenige Einrichtungen mit der Geschichte der Demokratie. Dazu gehören die mittlerweile sechs Politikergedenkstiftungen des Bundes für die Staatsmänner Konrad Adenauer, Willy Brandt, Friedrich Ebert, Theodor Heuss, Helmut Schmidt und Otto von Bismarck.

Der von Thomas Hertfelder (Bundespräsident Theodor-Heuss-Stiftung), Ulrich Lappenküper (Otto-von-Bismarck-Stiftung) und Jürgen Lillteicher (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung) herausgegebene Sammelband ergründet die Ursachen und untersucht, wie in ausgewählten Institutionen öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, aber auch privaten Initiativen an Demokraten und an die demokratischen Phasen in der deutschen Geschichte erinnert wird. Die Autoren, 14 renommierte Historiker und Museumsmacher, zeigen auf, wie Phasen der Demokratie und Perioden der Diktatur in Deutschland in den Museen und Gedenkstätten zueinander in Beziehung gesetzt werden und welchen Stellenwert die »Demokratie« in der deutschen Erinnerungskultur einnimmt. Sie untersuchen mit Hilfe des Analyseinstruments der historischen Meistererzählung, auf welche Weise die Geschichte der Demokratie in Deutschland erzählt wird, und fragen nach biographischen und personalisierenden Zugriffen bei der musealen Präsentation.

Der Tagungsband ist im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Foto von der Titelseite des Tagungsbandes