20.06.2019

"Mehr Demokratie wagen" damals und heute

Präsentation des neuen Sammelbandes der Stiftung am 19. Juni in Berlin

»Wir wollen mehr Demokratie wagen« ist zum legendären Leitspruch für die Reformen in der Bundesrepublik am Übergang von den 1960er zu den 70er Jahren geworden. Den Hintergründen, der Umsetzung und den Folgen dieses Satzes, den Willy Brandt in seiner ersten Regierungserklärung als Bundeskanzler am 28. Oktober 1969 aussprach, widmete sich im September 2017 eine wissenschaftliche Konferenz. Nun liegen deren Ergebnisse als Band 6 der Willy-Brandt-Studien im Verlag J.H.W. Dietz Nachf. vor.

Am Abend wurde eine Brücke von der historischen Betrachtung der Demokratisierung der Kanzlerjahre Willy Brandts zu aktuellen Problemen geschlagen. Die gesellschaftspolitischen Herausforderungen geben wieder Anlass zu reflektieren, was „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ unter ganz anderen Umständen heißen kann. Mit dieser These bereitete Gunter Hofmann den Anstoß für eine spannende Diskussion im Rahmen der Vorstellung des neuen Sammelbandes. Der ehemalige Chefkorrespondent der „Zeit" erlebte Brandts Regierungserklärung 1969 noch als junger Journalist in Bonn. Am 19. Juni diskutierte er mit der Berliner Juso-Vorsitzenden Annika Klose, der Historikerin Hedwig Richter, dem Journalisten Korbinian Frenzel und dem Herausgeber Wolfgang Schmidt, wie damals „mehr Demokratie“ gewagt wurde und wie heute Demokratie verteidigt werden kann.

Wer nicht zur Buchpräsentation kommen konnte: Die Buchvorstellung von Gunter Hofmann steht als Text und die anschließende Diskussion zum Nachhören als Podcast zur Verfügung.

>>Download Buchvorstellung (pdf)
>>Zum Podcast der Diskussion

Podiumsdiskussion am 19. Juni in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin