05.01.2018

8. Februar: Fortbildung für Lehrkräfte

Wie die Ostpolitik in die Geschichtsbücher kommt

Geschichtsbücher sollen laut Lehrplan Wissen, Methodenkompetenz und im besten Fall auch Verständnis für aktuelle Entwicklungen vermitteln. Für diese ambitionierte Vermittlungsarbeit stehen Lehrkräften im Geschichtsunterricht Lehrwerke zur Verfügung, in denen Geschichte immer inszeniert wird: u.a. durch die Quellen- und Fotoauswahl und durch die Autoren, die die Texte verfassen.

Diese Fortbildung geht am Beispiel der Ostpolitik und des Kniefalls Willy Brandts der Frage nach, auf welche Weise die Lehrwerke entstehen, welche Überlegungen die Grundlagen für das Lehrwerk bilden und wie diese "Inszenierungen" im Umterricht als Denkanregungen genutzt werden können.

Der Referent Dr. Helge Schröder, tätig in der Lehrerausbildung und -fortbildung für Geschichte und Politik am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg, ist Mitautor des vom damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier initiierten deutsch-polnischen Geschichtsbuches sowie verschiedener anderer Lehrwerke und Schulbücher.

Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte der Fächer Geschichte, WiPo und Gesellschaftskunde für Sek II. Bei Anmeldung über das Portal der IQSH - Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteins werden Zertifikate für eine Lehrerfortbildung ausgestellt.

Donnerstag, 8. Februar, 15:30 Uhr, Seminarraum Willy-Brandt-Haus, Königstraße 21; Dauer: 90 min.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung bei Frauke Kleine Wächter unter f.kleine_waechter [at] willy-brandt.de

Inszenierung des Kniefalls in der Ausstellung

Dr. Helge Schröder vom Lehrerinstitut Hamburg