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16.09.2018

1. Oktober: Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung: Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz

Vortrag von Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin) im Rahmen der Sonderausstellung „Es brennt!“

Nach 1933 brach sich die Ausgrenzung, Unterdrückung und Entrechtung der Juden allerorten in Deutschland Bahn. Dabei war die vielfach öffentliche Gewalt gegenüber Juden nicht allein von der Parteiführung aufoktroyiert. Sie wurde ebenfalls „von unten“ forciert, wobei sich Bevölkerung und NS-Führung gegenseitig radikalisierten. Michael Wildt zeigt in seinem Vortrag, wie sich eine bürgerliche Zivilgesellschaft in eine rassistische, gewalttätige Volksgemeinschaft verwandelte – auch und gerade in kleineren Städten und in der Provinz.

Prof. Dr. Michael Wildt hält den Lehrstuhl für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören "Die Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes" (Hamburg 2002) sowie "Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung: Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939" (Hamburg 2007). Sein Buch "Volk, Volksgemeinschaft, AfD" (2017) erschien jüngst in der zweiten Auflage.

Moderation: Dr. Jan Lokers, Direktor des Archivs der Hansestadt Lübeck

Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung: Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz
Datum: Montag, 1. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Ort: Reformierte Kirche, Königstraße 18, 23552 Lübeck

Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen erbeten unter 0451/ 122 4250, per E-Mail oder Onlineformular.

 


Die Breite Straße in Lübeck in der Zeit des Nationalsozialismus. Quelle: Lübecker Nachrichten / Redaktionsarchiv