23.09.2019

24. Oktober: Vortrag: „Nicht über die Orte hinweggehen“

Die Rolle der ehemaligen Gestapozentralen in Hamburg und Lübeck für das heutige Erinnern an die Verbrechen des NS-Regimes

In seinem Vortrag wird der Historiker Wolfgang Kopitzsch sowohl die Rolle der Gestapozentralen in Hamburg und Lübeck darstellen als auch über die aktuelle Auseinandersetzung über den Verkauf und die neue Nutzung des Stadt­hauses in Hamburg berichten. Nur eine kleine Fläche (50qm von insgesamt 90.000 qm) in einer Buchhandlung mit Café soll übrig bleiben für die Erinnerung an eine der größten Terror- und Unter­drückungszentralen im Deutschen Reich, die auch für den gesamten Wehrkreis X, also auch Schleswig-Holstein mit Lübeck, Hamburg, Bremen zuständig war. Gewisse Parallelen zum Zeughaus in Lübeck lassen sich durchaus ziehen.

Wolfgang Kopitzsch unterrichtete von 1979 bis 2009 an der Hamburger Polizeischule, zuletzt als Leiter der Landespolizeischule. Von 2009-2012 war er Bezirksamtsleiter in Hamburg-Nord und bis zum Erreichen der Altersgrenze 2014 Polizeipräsident der Freien und Hansestadt Hamburg. Seine Recherchen zur NS-Geschichte der Polizei in Norddeutschland waren in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. In Lübeck wurde 2002 seine Ausstellung zur Geschichte des Polizeibataillons 307 und den Einsatz dieser Lübecker Einheit während des Zweiten Weltkriegs gezeigt.

Vortrag: "Nicht über die Orte hinweggehen"
Datum: Donnerstag, 24. Oktober 2019, 18.00  Uhr
Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

In Kooperation mit der Initiative „Stolpersteine für Lübeck“ 

 

 

 

Zellen in der ehemaligen Gestapozentrale in Lübeck (c) Kevin Hackert