23.09.2019

7. Dezember: Der Weg der Verheißung

Konzert zur Erinnerung an den Kniefall von Willy Brandt in Warschau am 7. Dezember 1970

Vor der Tür steht die SS, in der Synagoge sucht die jüdische Gemeinde Schutz. In dieser beängstigenden Situation besinnt sie sich auf die Jahrtausende alte Geschichte des Judentums – erzählt vom Rabbi. Dabei muss er sich den neugierigen Fragen eines Jungen und auch Widerspruch aus den eigenen Reihen stellen.

Kurt Weill komponierte das Theater-Oratorium in den Jahren 1933-1935. Der Text von Franz Werfel basiert auf biblischen Vorlagen. Die New Yorker Uraufführung 1937 inszenierte Max Reinhardt. Trotz des künstlerischen Erfolgs geriet das Stück schnell in Vergessenheit. Zu einer deutschen Aufführung kam es erstmals 1999.

Der Lübecker Bach-Chor führt diese musikalische Rarität gemeinsam mit den Symphonikern Hamburg in einer etwa einstündigen konzertanten Fassung auf. Er folgt damit dem Aufruf der „Stiftung zum 7. Dezember 1970“, die Bereitschaft zur Versöhnung lebendig zu halten.

Der Weg der Verheißung
Konzert zur Erinnerung an den Kniefall von Willy Brandt in Warschau am 7. Dezember 1970
Datum: Samstag, 7. Dezember 2019, 19 Uhr
Ort: St. Aegidien zu Lübeck, Aegidienstr. 75, 23552 Lübeck
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Veranstaltung der Stiftung zum 7. Dezember 1970. Die Stiftung erinnert alljährlich mit einem Konzert an den Kniefall Willy Brandts. Für den Stifter Rolf Grasse steht der Kniefall von Warschau für die Bitte um Versöhnung und symbolisiert die Neue Ostpolitik der damaligen Bundesregierung, mit der erste Schritte zur Überwindung des Kalten Krieges eingeleitet wurden.